Magdeburg, 17. Februar 2026
6 STAUNENSWERTE
UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt
Themendienst
der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH 17. bis 24. Februar 2026
Unter anderem mit diesen Themen:
Rückblick
Als am 18. Februar 1546 um 2.45 Uhr Martin Luther in Eisleben starb, war das keine Privatangelegenheit. Ein Vortrag der LutherMuseen widmet sich zum 480.Todestag Luthers den „politischen Dimensionen des Totengedächtnisses“ am Beispiel des berühmtesten Eislebers.
Ausblick
Am 28. März 2026 eröffnet die Stiftung Bauhaus Dessau die Höhepunkte ihres Jubiläumsprogramms "An die Substanz. Bauhaus Dessau 100": Zur Eröffnung von zwei großen Ausstellungen gibt es drei weitere Präsentationen an historischen Bauhausorten in Dessau.
STAUNENSWERTES ZITAT
UNESCO WELTERBE
LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN EISLEBEN
„Wir haben zahlreiche Nachfragen von Schulen nicht nur aus der Region, die ein Museumsbesuch in der regulären Laufzeit der Ausstellung nicht realisieren konnten. Und natürlich sind auch Einzelbesucherinnen und Einzelbesucher weiter willkommen.“
(Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt zur Verlängerung der Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Eisleben und Mansfeld. Die Schau wurde bis vorerst zum 6. Januar 2027 verlängert.
STAUNENSWERTE ZAHL
UNESCO WELTERBE
LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN EISLEBEN
14.000
Gäste haben die Mitmachausstellung der LutherMuseen seit ihrer Eröffnung am 31. Mai 2024 besucht. Sie richtet sich vor allem an das jüngere Publikum und wurde unter anderem in Social-Media-Kanälen begleitet mit dem Hashtag aufstand1525. Lesen Sie dazu bitte auch unsere Rubrik „Staunenswertes Zitat“!
STAUNENSWERTES THEMA
UNESCO-WELTERBE
BAUHAUS UND SEINE STÄTTEN IN DESSAU
Eröffnung der Jubiläumsausstellungen
Am 28. März 2026 eröffnet die Stiftung Bauhaus Dessau die Höhepunkte ihres Jubiläumsprogramms „An die Substanz. Bauhaus Dessau 100“: Zur Eröffnung der großen Ausstellungen „Glas | Beton | Metall“ (im historischen Werkstattflügel des Bauhausgebäudes) und „Algen | Schutt | CO2“ (im ehemaligen Kaufhaus Zeeck) gibt es drei weitere Präsentationen an historischen Bauhausorten in Dessau. Ein Begleitprogramm rundet das Eröffnungswochenende vom 28. bis zum 29. März 2026 ab.
Staunenswerter Hintergrund: Das Jubiläum 2025/26 schlägt einen Bogen vom Damals ins Heute – von der Ankunft des Bauhauses in Dessau 1925 bis zur Eröffnung des Bauhausgebäudes am 4. Dezember 1926. Die Ausstellungen und das Veranstaltungsprogramm der kommenden Monate erkunden die materiellen, wirtschaftlichen und technologischen Grundlagen der Gestaltung am Bauhaus und verbinden die Geschichte mit den Herausforderungen der Gegenwart.
Pressegespräch und Rundgang am 26. März 2026
Vor der offiziellen Publikumseröffnung lädt die Stiftung Bauhaus Dessau am 26. März 2026 um 11 Uhr zum Pressegespräch und Rundgang in das Bauhausgebäude ein. Im Anschluss gegen 13 Uhr folgt eine Presseführung durch den zweiten Ausstellungsstandort, das Kaufhaus Zeeck. Alle weiteren Präsentationen im Stadtgebiet sind an diesem Tag individuell erreichbar. Hier finden Sie das Presse-Kit.
Für die Pressekonferenz am 26. März 2026 und die Eröffnungsveranstaltung am 28. März 2026 wird um Akkreditierung bis zum 18. März 2026 gebeten: presse@bauhaus-dessau.de
STAUNENSWERTE TERMINE (Auswahl)
UNESCO-WELTERBE
NAUMBURGER DOM
Kreative Kerzengestaltung in der KinderDomBauhütte
Die KinderDomBauhütte lädt wieder Kinder und ihre Familien zu kreativen Nachmittagen in den Dom ein. Unter dem Motto „Es werde Licht. Kreative Kerzengestaltung“ geht es dabei am Samstag, 21. Februar 2026, um 15 Uhr, zunächst auf einem Domrundgang um die symbolische Bedeutung von Kerzen. Die Teilnehmenden erkunden, zu welchen Anlässen sie auch heute noch Verwendung finden. Im Anschluss gestaltet jeder eine eigene Oster- oder Familienkerze. Eine Anmeldung über den Besucherservice ist erforderlich.
Das beigefügte Foto Es werde Licht_Kreative Kerzengestaltung können Sie sehr gern in diesem Zusammenhang kostenfrei verwenden – unter der Angabe Vereinigte Domstifter/Falko Matte.
UNESCO-WELTERBE
GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ
„Kunst im Park“ – Kinderprogramm mit Inspirationen
Einmal im Monat lädt das Kinderprogramm „Kunst im Park“ den Nachwuchs ein. Am Sonntag, 22. Februar 2026, wird in der Reihe um 10.30 Uhr die Anhaltische Gemäldegalerie besucht. Die Mädchen und Jungen betrachten Kunstwerke in der Sonderausstellung „Sammlungs(ge)schichten“ in der Orangerie und sollen sich so zu eigenen Kunstwerken mit Bäumen und Sträuchern des Parks inspirieren lassen. Gezeichnet wird mit Kohle. Von 10.30 bis 12 Uhr findet die Veranstaltung für Kinder ab 4 Jahren statt, ab 13 Uhr für Kinder ab 7 Jahren.
STAUNENSWERTES DETAIL
UNESCO-WELTERBE
LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN EISLEBEN
Vortrag zum 480. Todestag von Martin Luther
Als am 18. Februar 1546 um 2.45 Uhr Martin Luther in Eisleben starb, war das keine Privatangelegenheit. Der Reformator galt schon zu Lebzeiten als Persönlichkeit von Weltruhm, deren Anhänger ebenso zahlreich wie die Gegner waren. Luthers Tod wollte richtig gedeutet und zelebriert werden – er war auch ein politisches Ereignis.
Am Mittwoch, 18. Februar 2026, um 18.30 Uhr widmet sich ein Vortrag der LutherMuseen in der Reihe „Museum nach Feierabend“ zum 480. Todestag Luthers den „politischen Dimensionen des Totengedächtnisses“ am Beispiel des berühmtesten Eislebers. Referent im Museum „Luther Sterbehaus“ in Eisleben (Andreaskirchplatz 7) ist der Erfurter Theologe Prof. Dr. Andreas Lindner.
Untersucht werden die Reaktionsmuster nach Luthers Tod mit Blick auf ihre gesellschaftliche und politische Wirkung und ordnet diese in die Geschichte des Totengedächtnisses von der Antike bis zur Gegenwart ein. Andreas Lindner setzt einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt und geht verschiedenen Arten der Erinnerungskultur nach. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten – im Servicebüro der LutherMuseen per Mail service@luthermuseen.de oder telefonisch unter 0 34 91 4 20 31 71.
Staunenswerter Hintergrund: Justus Jonas war am Sterbebett von Martin Luther so aufgewühlt, dass er selbst keine Zeile zu Papier brachte. Den handschriftlichen Bericht über den Tod Luthers diktierte der Reformator und enge Freund Luthers bereits um 4 Uhr eilends in die Feder von Graf Albrechts Sekretär. Das an den sächsischen Kurfürsten gerichtete Schriftstück ist ebenso in Luthers Sterbehaus in Eisleben zu sehen wie das sogenannte Bahrtuch, das Luther bei der Überführung von Eisleben nach Wittenberg bedeckte.
Jonas hat den Brief vor allem deshalb so rasch verfasst, weil er sofort bezeugen wollte, dass Luther christlich gestorben war und nicht etwa vom Teufel geholt wurde. Schließlich galt damals, dass Feinde des Glaubens unter großen Schmerzen und unwürdigen Umständen starben.
Martin Luther starb friedlich und mit einem letzten christlichen Bekenntnis auf den Lippen – vermutlich an einem zuvor erlittenen Herzinfarkt.
Das beigefügte Foto Sarg im Museum „Luthers Sterbehaus können Sie sehr gern in diesem Zusammenhang kostenfrei verwenden – unter Angabe Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Tomasz Lewandowski.
STAUNENSWERTER AUSBLICK
UNESCO-WELTERBE
HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA (WELTDOKUMENTENERBE)
Sonderausstellung „Die Schamanin“ beginnt im März
Viele neue Erkenntnisse werden ab dem 27. März 2026 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) in der großen Sonderausstellung „Die Schamanin“ präsentiert. Die Schau am Stammplatz der Himmelsscheibe von Nebra widmet sich bis November den frühesten Spuren schamanistischer Praktiken und beleuchtet die Mittelsteinzeit als eine Phase tiefgreifender kultureller Veränderungen. Auf etwa 900 Quadratmetern werden Exponate aus internationalen Sammlungen, unter anderem aus Schweden, Dänemark und Spanien, zu sehen sein. Nie zuvor wurde in Mitteleuropa eine vergleichbar umfassende Sonderausstellung zum urgeschichtlichen Schamanismus und zur Mittelsteinzeit gezeigt.
WELTERBE STIFTSBERG QUEDLINBURG
+++ NEUIGKEITEN UND HINTERGRÜNDE +++
Eine „Feenspur“ zieht sich dezent durch die Ausstellungsräume
Das Wirken von 220 Frauen im freiweltlichen Damenstift auf dem Schlossberg in Quedlinburg ist urkundlich belegt. Ihre Namen werden in chronologischer Reihenfolge dezent an den Wänden im neu gestalteten Schlossmuseum zu sehen sein. Die sogenannte Feenspur wird mit Mathilde beginnen und sich durch ausgewählte Bereiche der Ausstellungsräume im Obergeschoss sowie durch die Galerie vor den ehemaligen Residenzräumen ziehen. Die Namen werden nicht als eine Liste angelegt, sondern fügen sich wie eine Spur in die Wand ein. Aufgebracht werden sie mit einem hochpräzise arbeitenden Spezialdrucker.
Staunenswerter Hintergrund: Nach umfassender Sanierung beginnt auf dem Welterbe Stiftsberg Quedlinburg ein neues Kapitel. Ab dem 28. März 2026 sind die Ausstellung in der Stiftskirche St. Servatii, die aufwendig restaurierte Architektur des Ensembles, die Innenhöfe mit den neu gestalteten Fassaden der Stiftsgebäude und der Garten mit dem rekonstruierten Gartenhaus erlebbar. Ebenfalls zu erleben sind die neugestaltete Schwarze Küche sowie die neue Ausstellung in der Stiftskirche St. Servatii, der Krypta und den Schatzkammern. Außerdem ist der Zugang über den Hauptaufgang wieder möglich. So zeigt sich der Stiftsberg erstmals wieder als zusammenhängender Ort und bietet zugleich einen eindrucksvollen Ausblick auf das, was in den kommenden Monaten folgen wird.
Der vollständige museale Rundgang mit der Ausstellung im Schlossmuseum ist für Sommer 2026 vorgesehen. Am 27. März 2026 wird der Ausstellungsteil in der Stiftskirche feierlich eröffnet und macht Lust auf das, was im Sommer im Schlossmuseum folgen wird.
Der Stiftsberg ist die Krone des UNESCO-Welterbes in Quedlinburg. Das Ensemble ist einer der wichtigsten Orte deutscher und europäischer Geschichte. König Heinrich I. baute ab 919 Quedlinburg zum Zentrum frühottonischer Macht aus und wurde auf eigenem Wunsch 936 in seiner Lieblingspfalz Quedlinburg bestattet. Königin Mathilde und Otto I. gründeten hier ein freiweltliches Damenstift, das bis zu seiner Auflösung 1802 eine entscheidende Rolle im politischen und geistlichen Gefüge des Ortes und des Reiches spielte.
UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt auf einen Blick
Nur die besten unter den herausragenden Zeugnissen der Menschheits- und Naturgeschichte dürfen den Titel UNESCO-Welterbe tragen. Viele der Besten finden Sie in Sachsen-Anhalt.
Die 6 STAUNENSWERTE:
Bauhaus und seine Stätten in Dessau
Gartenreich Dessau-Wörlitz
Himmelsscheibe von Nebra: Sie wurde in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen.
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg
Naumburger Dom
Welterbestadt Quedlinburg: die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt
Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist Lernort für nachhaltige Entwicklung und Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe.
Der Drömling wurde 2023 als 17. UNESCO-Biosphärenreservat in Deutschland anerkannt.
Der Naturpark Harz zählt als Teil des „Geoparks Harz Braunschweiger Land Ostfalen“ zum „Global UNESCO Network of Geoparks“.
Frühe Schriften der Reformationsbewegung wurden in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen.
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Alle Angaben im Themendienst ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten
Die Investitions- und Marketinggesellschaft mbH (IMG) ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten vermarkten wir den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt und zeichnen verantwortlich für das Tourismusmarketing im In- und Ausland. Die Ansiedlung von Unternehmen im Land Sachsen-Anhalt wird aktiv von der IMG begleitet und unterstützt. Im Auftrag des Landes hilft die IMG den hier ansässigen Unternehmen bei Bedarf bei Ihren Investitionen. Unser Service ist vertraulich und kostenfrei. Weiterführende Informationen zu unseren Leistungen finden Sie hier: www.investieren-in-sachsen-anhalt.de