2026-09-09 06:05Blogbeiträge

6 Staunenswerte UNESCO-Welterbe

Floratempel  KsDW Heinz FräßdorfFloratempel KsDW Heinz Fräßdorf

Unter anderem mit diesen Themen:

Denkmale können erlebt werden

Am Sonntag sind unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ beim Tag des Offenen Denkmals zahlreiche Häuser, Anlagen, Kirchen und Museen in Deutschland geöffnet.

Bauhaus kann berührt werden

Der Architekt und Bauhaus-Gründer Walter Gropius forderte einst, sich „dem Wesen der Dinge“ zu nähern: In diesem Sinne sind Gäste zur Tastführung „Bauhaus berühren“ eingeladen.

STAUNENSWERTES ZITAT

UNESCO-WELTERBE
SACHSEN-ANHALT

„Sachsen-Anhalt gehört zu den kulturreichsten Regionen Deutschlands. Das zeigt sich eindrucksvoll an der außergewöhnlichen Dichte unserer Welterbestätten. Mit der Fortschreibung unserer Welterbestrategie bekennen sich Sachsen-Anhalt klar dazu, dieses einzigartige Erbe zu bewahren, denkmalgerecht weiterzuentwickeln und gleichzeitig fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen.“
Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra

Bitte lesen Sie auch den Beitrag unter „staunenswerte Themen“!

 

STAUNENSWERTE ZAHL

UNESCO-WELTERBE
GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

240

Eine Auslobung der

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz des Wettbewerbs „Kunst am Bau“ für einen künstlerischen Beitrag bei der Gestaltung des Welterbe-Besucherzentrums im Gartenreich Dessau-Wörlitz stieß aktuell auf große Resonanz. 240 Künstlerinnen und Künstler registrierten sich für die Teilnahme und wurden anschließend im Zuge der ersten Auswahlrunde dazu aufgefordert, ihre Entwürfe anonymisiert einzureichen. Bis zur Frist gingen 153 Ideenskizzen ein, aus denen fünf Arbeiten, zuzüglich zweier Ersatzarbeiten, für die zweite Runde ausgewählt wurden. Lesen Sie dazu bitte auch den Beitrag unter „staunenswerte Details“!

STAUNENSWERTE THEMEN

UNESCO-WELTERBE
SACHSEN-ANHALT

Sachsen-Anhalt setzt Welterbe-Strategie bis 2031 fort

Sachsen-Anhalt setzt auf die Anziehungskraft seiner UNESCO-Welterbestätten und führt die erfolgreiche Kampagne „6 STAUNENSWERTE“ fort. Das Kabinett hat in seiner Sitzung am 1. September 2026 den Maßnahmeplan „Weltkultur erleben in Sachsen-Anhalt – Entwicklung von Kulturlandschaft, Landesidentität, Markenbildung und Marke – Landesstrategie 2026–2031“ verabschiedet. Das Papier evaluiert den bisherigen Maßnahmenplan (2020–2025) und knüpft mit neuen Schwerpunkten wie Klimaanpassung, Sicherheit von Kulturgütern, Immateriellem Kulturerbe und Industriekultur an die bisherige Arbeit an. Stärker als bisher soll auch der internationale Tourismusmarkt in den Blick genommen werden.

 

UNESCO-WELTERBE
GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

Kulturstiftung zu Gast in Tonga

Im Rahmen eines Kulturaustausches reisten zwei Mitarbeitende der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit der Textilkünstlerin Johanna Rogalla aus Halle (Saale) nach Tonga. Sie trafen sich dort mit Kunstschaffenden sowie Pädagoginnen und Pädagogen, nahmen an Workshops teil und besuchten Ausstellungen. Der Kulturaustausch diente der Anbahnung einer möglichen längerfristigen Kooperation. Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz strebt an, die Wörlitzer Südseeausstellung in den kommenden Jahren um zeitgemäße Perspektiven aus deutscher sowie aus tongaischer Sicht zu erweitern. Geplant sind künstlerische und pädagogische Projekte mit und für verschiedenen Zielgruppen aus Deutschland und Tonga. Das Projekt ist Teil des WAYS-Programms der Kulturstiftung des Bundes, das langfristige künstlerische Partnerschaften mit außereuropäischen Partnern mit dem Fokus auf Fairness und Nachhaltigkeit unterstützt.

Staunenswertes Welterbe-Wissen: In den Sammlungen der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz befinden sich bis heute beeindruckende Kunstwerke aus dem Südpazifik. Sie stammen von der zweiten Weltumsegelung des britischen Seefahrers James Cook, die von 1772 bis 1775 bis nach Ozeanien führte. Über den Naturforscher Georg Forster, der gemeinsam mit seinem Vater an dieser Expedition teilgenommen hatte, gelangten sie als Geschenke an das Fürstenpaar Franz und Louise nach Anhalt-Dessau. Unter den Kunstwerken sind auch 18 Objekte aus dem polynesischen Königreich Tonga.

 

STAUNENSWERTE TERMINE

(Auswahl)

 +++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

Welterbe erleben am Tag des Offenen Denkmals

Unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ sind am Sonntag, 13. September 2026, beim Tag des Offenen Denkmals zahlreiche Häuser, Anlagen, Kirchen und Museen in Deutschland geöffnet. Mit Aktionen, Veranstaltungen und Führungen können die Gäste in die Geschichte eintauchen, sich informieren, feiern – und so manchen Ort erleben, der sonst verschlossen ist. Die „6 STAUNENSWERTE“ laden an diesem Tag dazu ein, das UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt näher kennenzulernen.

 

Wir haben auf unsrer Webseite Termine und Details gebündelt: Veranstaltungen: Welterbe Sachsen-Anhalt. Das komplette Programm zum Tag des offenen Denkmals finden Sie hier: Programm | Tag des offenen Denkmals®

 

UNESCO-WELTERBE
BAUHAUS UND SEINE STÄTTEN IN DESSAU

+++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

 

Rundgänge mit Besuch des Pumpenhauses

Zum Tag des offenen Denkmals finden um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr Rundgänge durch die Siedlung Dessau-Törten statt. Thematische Schwerpunkte werden die architektonischen Besonderheiten der Siedlungshäuser und die Materialien Glas, Beton und Metall. Zum Rundgang gehört ein Besuch des Pumpenhauses, das sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Touren beginnen am Konsumgebäude und enden am Stahlhaus, das mit der Freiluftausstellung „Blech | Membran | Bullauge“ von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein wird.

 

WELTERBESTADT QUEDLINBURG:
DIE STIFTSKIRCHE, DAS SCHLOSS UND DIE ALTSTADT

+++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

 

Quedlinburg zeigt, was es zu entdecken gibt

Vom Bürgerfrühstück über besondere Führungen bis zum Tag des Offenen Denkmals: Vom 11. bis zum 13. September 2026 gibt es in der Welterbestadt Quedlinburg, Stadt Gernrode und Bad Suderode viel zu entdecken. Unter dem Titel „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ verbindet das Denkmalwochenende Geschichte und Gegenwart, Ehrenamt, Kultur und Wissenschaft.

Gemeinsam frühstücken und Engagement sichtbar machen

Den Auftakt bildet am Freitag ein vielfältiges Kulturprogramm. Am Samstagmorgen gehört die Aufmerksamkeit dann dem Quedlinburger Marktplatz: Ab 10 Uhr lädt die Welterbestadt zum Bürgerfrühstück ein. Vereine, Kunst- und Kulturschaffende, Organisationen, Gewerbetreibende und Kommunalpolitik kommen zusammen und zeigen, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement in Quedlinburg ist. Für den musikalischen Auftakt sorgen die „Trillerpfeifen“ der Marktgrundschule. Anschließend eröffnen die stellvertretende Oberbürgermeisterin Kerstin Frommert und der Vorsitzende des Stadtrates Sebastian Petrusch das Bürgerfrühstück. Höhepunkte sind die Verleihung der Ehrenamtstaler 2026, die Siegerehrung des STADTRADELNs sowie die Vorstellung aktuell geförderter Projekte der Bürgerstiftung für Quedlinburg. Mit Info-Point, Holzspielzeug-Parcours, Outdoorschach und Fachwerk-Modellbausatz gibt es zudem Angebote zum Informieren und Mitmachen.

 

Mit historischen Fahrrädern und zu Fuß auf Entdeckungstour

Um 12 Uhr startet auf dem Marktplatz die 15. Quedlinburger Landpartie. Historische Fahrräder und passende Kleidung vergangener Jahrzehnte gehören traditionell zum Bild der Ausfahrt. In diesem Jahr geht es nach Ditfurt zum Baden in historischen Bademoden, Picknicken und zum Besuch des Oldtimermarktes.

Eine andere Perspektive auf Quedlinburg bietet ab 13 Uhr der kostenfreie Stadtrundgang „Geologische Spuren im Welterbe – wo Steine Geschichte erzählen“. Vom Rathaus führt die rund 90-minütige Tour über Münzenberg und St. Wiperti zum Stiftsberg und verbindet Geologie, Stadtgeschichte und Architektur. 

„Kühn & Klug“: Wissenschaft zum Anfassen

Am Samstag und Sonntag öffnet von 10 bis 18 Uhr der Pop-up-Store „Kühn & Klug“ des Julius-Kühn-Instituts in der Marktstraße 12. Unter dem Motto „Wissen, was wächst – Dein genialer Garten“ machen interaktive Stationen aktuelle Forschung rund um Pflanzen und Insekten erlebbar. Hinzu kommen eine Ausstellung zur Saatgutgeschichte, historische Saatzuchttechnik, Praxistipps und Gespräche mit Forschenden.

Wenn sich Türen öffnen, die sonst geschlossen bleiben

Am Sonntag, 13. September 2026, folgt mit dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals der Höhepunkt des Wochenendes: In Quedlinburg, Stadt Gernrode und Bad Suderode öffnen zahlreiche Denkmale, Kirchen, Museen, Bürgerhäuser und Höfe ihre Türen – auch von historischen Gebäude, die sonst nicht oder nur selten öffentlich zugänglich sind. Hinter ihren Fassaden werden jahrhundertealte Konstruktionen sichtbar, Eigentümerinnen und Eigentümer geben Einblicke in Sanierungen und Restaurierungen und erzählen vom Leben und Arbeiten im Denkmal. Mehr als 50 Denkmale öffnen am Sonntag ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Kostenfreie Sonderführungen ergänzen das Programm: Unter anderem lädt der Gästeführerverein zu stündlichen Rathausführungen ein, weitere Rundgänge führen durch das Ständerbaumuseum und das Mummental.

 

Programm für die ganze Familie

Auch abseits der Denkmale ist am Sonntag einiges los. Am Mathildenbrunnen warten Holzspielzeug-Parcours, Outdoorschach, Kinderangebote und Musik. Straßenmusiker begleiten den Tag an mehreren Standorten, während im Wordgarten eine große Spielstrecke mit Hüpfburg, Spielemobil, Kinderschminken und Bastelangeboten aufgebaut wird.

 

UNESCO-WELTERBE
LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN EISLEBEN UND WITTENBERG

+++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

 

Baustellen-und Orgelführungen laden ein

Am Tag des Offenen Denkmals sind in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld Häuser der LutherMuseen geöffnet. Im Wittenberger Lutherhaus, das seit 2025 saniert und touristisch weiter erschlossen wird, finden Führungen durch die Baustelle im Erdgeschoss statt. Im Lutherhaus verbrachte der Reformator Martin Luther 35 Jahre und damit die längste Zeit seines Lebens, zuerst als Mönch, dann als Ehemann und Familienvater. Im Rahmen der Sanierung des größten reformationsgeschichtlichen Museums der Welt wurden historische Böden unter anderem aus der Lutherzeit freigelegt, die für die Öffentlichkeit noch nie sichtbar gewesen sind und demnächst weitgehend wieder verschlossen werden. Am Tag des Offenen Denkmals werden stündlich zwischen 10 und 18 Uhr, außer 12 Uhr, kurze Führungen angeboten. Ein Steg wird einen sicheren und barrierefreien Weg garantieren.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei, am Ende werden Spenden für das Kinderhospiz in Wittenberg gesammelt. Eine Anmeldung ist erforderlich – per Mail unter service@luthermuseen.de oder telefonisch unter 03 491/42 03 171.

Gut zu wissen: Besucherinnen und Besucher können „Botschaften für die Ewigkeit“ aufschreiben und in eine Kassette werfen, die in Kürze im Boden des Lutherhauses eingemauert wird. Am Denkmaltag gibt es zudem eine musikalische Umrahmung im Lutherhof und kulinarische Angebote durch das Restaurant „von Bora“.

Das originale Geburtshaus Martin Luthers in Eisleben ist 1689 abgebrannt. Danach ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt über, die an gleicher Stelle 1693 ein neues Haus errichten ließ. Die Keller von „Luthers Geburtshaus“ in Eisleben stammen jedoch noch zum Teil aus der Lutherzeit und sind am Tag des Offenen Denkmals bei Führungen um 14, 15 und 16 Uhr erstmals zu besichtigen. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen sind erforderlich – per Mail unter service@luthermuseen.de oder telefonisch unter 0 34 91/42 03 171.

 

Ebenfalls am Tag des Offenen Denkmals: Die Stadtkirche St. Marien in der Lutherstadt Eisleben lädt um 15 und 16 Uhr zu Orgelführungen ein.

UNESCO-WELTERBE
NAUMBURGER DOM

+++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

Sonderführungen durch die Kathedrale St. Peter und Paul

Im Naumburger Dom werden am Tag des Offenen Denkmal kostenlose Sonderführungen angeboten. Sie starten um 13.30, 15.30 Uhr und 17 Uhr. Die Anmeldung über den Besucherservice wird empfohlen.

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GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

+++ TAG DES OFFENEN DENKMALS +++

Hinter sonst verschlossene Türen blicken

Auch die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz wird Interessierten am Tag des Offenen Denkmals wieder einige Einblicke hinter die Kulissen gewähren. In Oranienbaum ist etwa die Pagode geöffnet, die nach einem anstrengen den Aufstieg mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Bei einer Parkführung wird zudem Wissenswertes zu den Zitruspflanzen vermittelt, während im Schloss durch die aktuelle Ausstellung „Dialog in Pastell“ geführt wird.

In Wörlitz öffnet indes der Floratempel in Schochs Garten seine Türen. Außerdem kann in Wörlitz ein bisher unrestauriertes Bauwerk besucht werden: der Marstall. Einst wurden in ihm bis zu 36 Pferde untergebracht, deren Haltungsbedingungen sich anhand gut erhaltener Tränken und anderer Details nachvollziehen lassen. Stallanlagen wie diese bildeten zu Zeiten des Fürsten Franz einen wichtigen Eckpunkt der Infrastruktur und machten den regen Austausch innerhalb des Gartenreichs und darüber hinaus erst möglich.

 

PROGRAMM AUF EINEN BLICK

WÖRLITZ 11–16 Uhr, Wörlitzer Park, Floragarten, Öffnung des Floratempels

Die Göttin der Blumen lädt in ihr Reich: Der Floratempel wurde 1797 bis 1798 nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtet. Das ursprünglich als Musikpavillon genutzte Bauwerk birgt im Inneren aufwendige Blumendarstellungen des Berliner Theatermalers J. Fischer. Eintritt kostenfrei.

 

14–16 Uhr, Wörlitzer Park, Kirchgasse Öffnung des Marstalls

Wie auch der Floratempel entstand der 1775/76 erbaute Marstall auf Grundlage von Plänen Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs. Am Tag des offenen Denkmals bietet sich die Gelegenheit, ihn vor seiner bevorstehenden Restaurierung noch einmal in seinem ursprünglichen Zustand zu erleben. Robert Hartmann, Leiter der Abteilung Baudenkmalpflege, zeigt die historische und authentisch erhaltene Stallanlage und berichtet über die anstehenden Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Masterplans Bau- und Gartendenkmalpflege. Eintritt kostenfrei.

 

ORANIENBAUM

10 Uhr, Schloss Oranienbaum, Treffpunkt: Gartenreichladen Ausstellung „Dialog in Pastell“

Führung mit Dr. Christoph Willmitzer, Referatsleiter Museumsmanagement Im Jahr des Bauhaus-Jubiläums richtet die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz den Blick auf spannende Verbindungen zwischen dem Gartenreich und dem Bauhaus. Schloss Oranienbaum erweist sich dabei als besonders geeigneter Ort: Die Umgestaltung ausgewählter Innenräume durch den Bauhauslehrer und Farbgestalter Hinnerk Scheper (1897–1957) ab 1927 steht exemplarisch für die Wechselwirkungen zwischen Gartenreich und Bauhaus. Eintritt kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten unter schloss-oranienbaum@gartenreich.de oder 03 49 04/2 02 59.

 

11 Uhr, Schlosspark Oranienbaum, Treffpunkt: Orangerie Allerlei

Zitrus-Pflanzenschätze in Oranienbaum

Parkführung mit Sebastian Doil, Abteilung Gärten und Gewässer Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts am Rand des Schlossparks Oranienbaum errichtete Orangeriegebäude zählt zu den längsten Pflanzenhäusern im deutschsprachigen Raum. Die dort überwinternden Kübelpflanzen, darunter eine große Zahl von Orangenbäumen und anderen Zitrus-Arten, geben der barocken Gartenanlage im Sommer eine ganz einzigartige Atmosphäre. Eintritt kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten unter schloss-oranienbaum@gartenreich.de oder 03 49 04/2 02 59.

 

11–16 Uhr, Schlosspark Oranienbaum

Öffnung der Pagode

Die weithin sichtbare Pagode im Schlosspark Oranienbaum öffnet ihre Pforte. Als Landmarke auf einem kleinen Hügel gelegen, ragt sie hoch über die umliegenden Bäume und bietet einen einzigartigen Blick auf den Park. Eintritt kostenfrei.

 

UNESCO-WELTERBE
BAUHAUS UND SEINE STÄTTEN IN DESSAU

Stahlrohrstuhl ist Thema in Objekt-Gesprächsreihe

Ausgehend von einem Klappstuhl-Entwurf des Bauhäuslers Alfred Arndt befasst sich die neue Ausgabe der Reihe „Aus der Vitrine“ am Mittwoch, 9. September 2026, um 18 Uhr mit der weltweiten Faszination für Stahlrohrmöbel. Andreas Butter von der Stiftung Bauhaus zeichnet bei der kostenlosen Veranstaltung im Bauhaus Museum Dessau das Bild einer weltweiten Faszination für den Freischwinger nach – zwischen Avantgarde-Anspruch, Modetrend und Pragmatismus. Alfred Arndt entwarf seinen Klappstuhl für das „Haus des Volkes“ in Probstzella, das er gestaltet hatte. Um 1930 wurden preiswerte Stahlrohrmöbel nicht mehr nur für private Kunden vertrieben.

 

Bei einer Tastführung das Bauhaus berühren

Architekt und Bauhaus-Gründer Walter Gropius (1883–1969) forderte einst „dem Wesen der Dinge“ zu nähern: In diesem Sinne sind Gäste am Sonntag, 13. September 2026, um 12 Uhr zur Tastführung „Bauhaus berühren“ eingeladen. Im Bauhausgebäude testen Teilnehmende dabei die unterschiedliche Akustik, spüren das Raumklima, berühren ausgewählte Materialoberflächen und nehmen Gerüche wahr – mit Pernille Sonne, einer blinden Künstlerin und der Künstlerin Lissy Willberg, beide aus Leipzig. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

UNESCO-WELTERBE
GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

 

Schlossführung: „Märchenhaftes Mosigkau?“

Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz lädt am Donnerstag, 10. September 2026, um 17 Uhr im Rahmen der Reihe „Donnerstags im Gartenreich“ zu einer besonderen Führung mit dem Motto „Märchenhaftes Mosigkau? Adelige Damen im 18. Jahrhundert.“ in das Schloss Mosigkau ein. Liane Janzen von der Abteilung Schlösser und Sammlungen gibt bei einem Rundgang durch Schloss und Park Einblicke in das frühere Leben adeliger Frauen. Wie sah die Realität im 18. Jahrhundert aus? Welche Lebenswege standen Prinzessin Anna Wilhelmine und später den Stiftsdamen aufgrund ihrer Herkunft offen? Diesen und anderen Fragen gehen Teilnehmende bei der Führung nach. Um Anmeldung wird gebeten – per Mail unter schloss-mosigkau@gartenreich.de oder telefonisch unter 03 40/50 25 57 21.

Staunenswertes Welterbe-Wissen: Schloss Mosigkau wurde als Sommersitz der Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau errichtet und nach ihrem Tod als Hochadeliges Fräuleinstift genutzt. Sein „märchenhaftes“ Erscheinen bot schon einigen Verfilmungen eine passende Kulisse. Viele Besucherinnen und Besucher kennen das Märchen von der „Prinzessin auf der Erbse“, das 2010 in Schloss Mosigkau gefilmt wurde. 

Konzertreihe im Blumengartenhaus

Der Freundeskreis des Dessauer Theaters lädt seit Mai und noch bis in den September hinein zur Konzertreihe „… und sonntags ins Luisium“ ein. Die sonntäglichen Konzerte mit kammermusikalischem Inhalt finden im Grünen im Dessauer Park Lusium statt. Das Blumengartenhaus im Westteil des Parks bildet hierfür eine wunderbare Kulisse.

Mit kleinen Anekdoten führen die Moderatoren unterhaltsam durchs Programm. Am Sonntag, 13. September 2026, spielt um 10.30 Uhr das Ensemble „Consortio Anhaltino“ in dieser Reihe. Der Besuch ist kostenfrei.

 

Auf den Spuren von Paul Klee im Georgengarten

Auf den Spuren des Künstlers und Bauhaus-Meisters Paul Klee (1879–1940) können Gäste am Sonntag, 13. September 2026 um 11 Uhr im Georgengarten wandeln. Dort ging der Künstler in seiner Dessauer Zeit oft spazieren und sammelte Inspirationen. Treffpunkt ist am Meisterhaus Kandinsky/Klee,

 

Staunenswertes Welterbe-Wissen: Der Bauhaus-Meister ging fast täglich spazieren – besonders gern im Georgengarten. Spazieren gehen bedeutete für ihn die Luft, das Wetter, das Farbspiel der Parks, Bäume, Wiesen, Seen und Gebäude zu beobachten und ihre Atmosphäre zu genießen, die er dann auf seinen Bildern festhielt

 

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LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN WITTENBERG

 

Sonderführung auf Luthers Baustelle

Bei Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss des Lutherhauses wurden historische Böden – unter anderem aus der Lutherzeit – freigelegt. Diese waren bisher noch nicht für die Öffentlichkeit zu sehen und werden auch demnächst wieder weitgehend verschlossen. Nun wurde ein Steg aufgebaut, der einen sicheren und barrierefreien Laufweg garantiert und die Möglichkeit bietet, in Rahmen einiger Sonderführungen einen besonderen Einblick in das Lutherhaus zu erhalten: Eine lädt am Mittwoch, 9. September 2026, und am Mittwoch, 16. September 2026, jeweils um 17 und 18 Uhr zur „Sonderführung – Auf Luthers Baustelle“ ein. Die Anmeldung ist erwünscht – per E-Mail an service@luthermuseen.de oder telefonisch unter 0 34 91/42 03 171. Die Führung ist kostenfrei. Es wird um Spenden für das Katharina von Bora Hospiz Johannesstift Diakonie gebeten.

 

UNESCO-WELTERBE
NAUMBURGER DOM

 

Sonderführung „Kunst zum Anfassen“

Neben herausragender Kunst des Mittelalters können die Gäste des Naumburger Doms auch Werke zeitgenössischer Künstler erleben. So sind gleich mehrere Bronzekunstwerke Heinrich Apels zu besichtigen. Zu Ehren des verstorbenen Künstlers werden bei einer Sonderführung, bei der Anfassen erwünscht ist, am Freitag, 11. September 2026, um 18 Uhr ausgewählte Stücke seines Schaffens vorgestellt. Ein frühzeitiger Ticketkauf über den Onlineshop oder die Anmeldung über den Besucherservice wird empfohlen.

Offene Werkstatt in der KinderDomBauhütte

Zwischen April und Oktober können sich Kinder und Erwachsene an ausgewählten Samstagen zur „Offenen Werkstatt in der KinderDomBauhütte“ bei kreativen Angeboten ausleben und mit verschiedenen Materialien experimentieren. Am Samstag, 12. September 2026, heißt das Motto zwischen 10 und 16 Uhr: „Kreativ in den Herbst mit Naturmaterialien“. 

STAUNENSWERTE DETAILS

UNESCO-WELTERBE
GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

 

„Kunst am Bau“: Idee für das Gelbe Haus prämiert

Im Ensemble des Gelben Hauses in Wörlitz entsteht in den kommenden Jahren ein Besucherzentrum. Kürzlich wurde für die Umsetzung eines künstlerischen Beitrags im Rahmen des Wettbewerbs „Kunst am Bau“ die Gewinnerin verkündet. Zuvor waren aus den Einreichungen von 240 Künstlerinnen und Künstlern fünf Finalistinnen und Finalisten ermittelt worden. Ihre Ideen für die Kunst am Bau reichten von einer Abbildung der Elbe in einer Skulptur, die einen Abschnitt des Flusses lebendig sichtbar zum Eingangsbereich des Besucherzentrums führt, über eine Videoarbeit, die sich an Georg Forster und seiner Reise nach Tahiti orientiert, bis hin zu einer vergoldeten Kuppel im Eingangsbereich des Besucherzentrums, die vielfältige Sonnendarstellungen an verschiedenen Orten im Gartenreich zitiert. Auch Baumstammschnitte als Druckstempel abgestorbener Eichen aus den Elbauen und eine Arbeit, die sich mit der Vielfalt der Lebensadern des Wassers im Gartenreich befasst, gehörten zu den Entwürfen.

 

Am Ende war die Jury am meisten vom Entwurf „Arkadien“ von Christine Bergmann überzeugt. Die gebürtige Dessauerin beteiligte sich nicht zum ersten Mal an einem „Kunst am Bau“-Wettbewerb. Zahlreiche ihrer Entwürfe sind bereits bei Projekten realisiert worden – etwa beim Carnot-Gebäude der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ihr Design für das Besucherzentrum orientiert sich an der mit der Aufklärung assoziierten Symbolik des Lichts. Um die Idee eines „Tempels des Lichts“ aufzugreifen, will sie im Dachbereich im Inneren des Neubaus goldfarbene Spiegelflächen aus Edelstahl anbringen. So soll der Lichteinfall gezielt inszeniert werden. Ein in den Boden eingelassener Kreis aus Metall, der innen und außen den Eingangsbereich umrahmt, rundet ihren Entwurf ab.

 

Das Sieger-Design und die Entwürfe aller Finalistinnen und Finalisten sind ab 8. September und bis zum 1. November 2026 im Sommersaal des Küchengebäudes in Wörlitz ausgestellt.

STAUNENSWERTER AUSBLICK

 

UNESCO-WELTERBE
LUTHERGEDENKSTÄTTEN IN WITTENBERG

 

„Renaissance küsst Tango“

Vom 18. bis zum 27. September 2026 lädt die Lutherstadt Wittenberg zum Renaissance Musikfestival ein. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Renaissance küsst Tango“ und verknüpft zwei Musikkulturen. In Workshops lässt sich Neues ausprobieren und Altes neu entdecken. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Werk von John Dowland, dessen 400. Todestag in diesem Jahr begangen wird.

 

UNESCO-Welterbe in
Sachsen-Anhalt auf einen Blick

 

Nur die besten unter den herausragenden Zeugnissen der Menschheits- und Naturgeschichte dürfen den Titel UNESCO-Welterbe tragen. Viele der Besten finden Sie in Sachsen-Anhalt.

 

Die 6 STAUNENSWERTE:

Bauhaus und seine Stätten in Dessau

Gartenreich Dessau-Wörlitz

Himmelsscheibe von Nebra: Sie wurde in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Naumburger Dom

Welterbestadt Quedlinburg: die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt

Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist Lernort für nachhaltige Entwicklung und Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe.

Der Drömling wurde 2023 als 17. UNESCO-Biosphärenreservat in Deutschland anerkannt. Der Naturpark Harz zählt als Teil des „Geoparks Harz. Braunschweiger Land Ostfalen“ zum „Global UNESCO Network of Geoparks“.

Frühe Schriften der Reformationsbewegung wurden in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

 

Informationen, Hintergründe und eine Fotoauswahl finden Sie in unserem Presskit zu den „6 STAUNENSWERTEN“. Hier finden Sie weitere kostenfreie Motive. Nach einmaliger Registrierung können Sie recherchieren und Bilder herunterladen.

 

Gern unterstützen wir Sie bei der Organisation und Durchführung einer Einzelrecherche- bzw. Bloggerreise oder bei Touren durch Sachsen-Anhalt. Für Recherchen stellen wir Ihnen gern Informationen und Texte zur Verfügung. Hier halten wir Sie auch auf dem Laufenden: www.welterbe-sachsen-Anhalt.de, auf X, LinkedIn, Instagram und Facebook. Alle Angaben im

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